19 Oktober, 2016

Quartalszahlen und Model X

Es ist unglaublich welche Dynamik im Moment bei den Elektroautos herrscht, was mich sehr freut! Kein Major-Player der an der Pariser Autoshow nicht etwas präsentiert hätte. BMW war mit der Vorstandsetage nicht einmal präsent um die neue Strategie festzulegen ;-), wohin es wohl geht? Mercedes, VW und ziemlich halbherzig auch Audi bringen sich in Position. Ich stelle mir nur die Frage, sind sie konsequent genug? Oder sind es bloss Placebo-Auftritte um die Käuferschaft bei der Stange zu halten? Autos bauen können sie, das haben sie hinlänglich bewiesen, aber Elektroautos? Ich befürchte, dass sie zwar ein paar Autos auf die Strasse bringen bis 2020 aber weder in grossen Stückzahlen noch mit grossen Margen, ich prognostiziere harte Jahre und das schon bald! GM hat mich dafür stark überrascht mit dem Bolt, nur habe ich auch da noch keine geplanten Absatzzahlen gehört. Renault möchte den Zoe 300km weit fahren lassen und BMW den i3 sogar 450km.

Hier sind die Zahlen vom Model S im 1. - 3. Quartal 2015/2016



Auch Tesla hat im 2016 ganz leicht weniger Fahrzeuge verkauft, aber dennoch hat sich der Vorsprung zur Konkurrenz (ausser BMW 7er) vergrössert. Jaguar konnte immer noch dank dem kleineren Volumenmodell etwas zulegen, aber trotzdem kommt er nicht auf die Verkaufszahlen von Tesla. Besonders eng wird es aus meiner Sicht für Maserati mit über 35% verkauften Autos weniger. Wer sich einen Maserati leisten kann, kann sich sicher auch einen Tesla leisten. Bekommt dafür aber mehr Performance, mehr Platz, günstigere Unterhaltskosten und etwas weniger "Italianità". Kein Wunder, dass auch Maserati eine Elektro Version angekündigt hat, aber ob sie das stemmen können bezweifle ich stark. Beim Porsche Panamera kommt jetzt die neue Version und daher sind die tieferen Verkäufe logisch, bin gespannt wie sich das neue Modell verkauft, das Jahr könnte aber noch aufgeholt werden. Beim i8 freue ich mich über die gesunkenen Zahlen, weil er aus meiner Sicht eine reine Mogelpackung ist. Wird immer als "Elektro" positioniert, kommt aber ohne Benzin gerade mal 37km weit und wohl noch im Optimalfall. Die tieferen Verkäufe beim i3 finde ich zwar schade, aber halt auch logisch. Preis/Leistungsverhältnis stimmt einfach nicht, fast 50'000.-- für 190km nach NEFZ was in etwa 150km realistisch entspricht. Um konkurrenzfähig zu sein werden sie beim neuen Modell mit mehr Reichweite wohl an den Margen schrauben müssen.

Wie sieht es aus mit dem Model X?
Die Verkaufszahlen im September beim Model X waren sehr gut, aber ich denke das hat auch damit zu tun, dass sich die Bestellungen mittlerweile angesammelt haben. Eine Prognose kann man wohl erst 2017 stellen. Aber dennoch hier die ersten Zahlen:



Der Platzhirsch ist klar der BMW X5, dicht gefolgt vom Mercedes GLE, dann kommt überraschenderweise bereits das Model X und lässt den Q7, den Jaguar, den Porsche Cayenne und den Range Rover klar hinter sich, auch Maserati oder Lexus haben keine Chance. Dass sich der VW Touareg derart schlecht verkauft, war auch für mich eine Überraschung.


04 September, 2016

Projekt Greifenseelauf 2016

Wie schon die letzten Jahre, habe ich es mir auch dieses Jahr zum Ziel gesetzt den Greifenseelauf zu absolvieren. Um mich seriöser vorzubereiten als im Jahr 2014 liess ich mich vom Hilfswerk Pfarrer Sieber überzeugen am Charity-Run mitzumachen, d.h. für einen guten Zweck zu laufen.

Meine Taktik, die Motivation zu steigern ging auf ;-), ich habe die Kadenz erhöht auf 2x die Woche und die Strecke von ca. 8Km auf 10Km je Lauf. Auch hatte ich am 12. August einen Trainingslauf mit den Leuten von Team Sieber rund um den Greifensee über 18Km in 1 Std. 55 Min. absolviert. Das Bild wurde vor dem Lauf aufgenommen, nach dem Lauf sah ich etwas mitgenommener aus ;-)



Heute hab ich eine Strecke über 13Km in 1 Std. 21 absolviert und fühlte mich immer noch fit genug um die restlichen 8Km in Angriff zu nehmen. Ich merke aber wie wichtig die Ernährung sein wird, vor allem während des Laufes. Ich habe ein bisschen mit Sportnahrungsmittel experimentiert und hoffe eine gute Lösung bis zum Lauf zu finden, nicht dass mir auf den letzen Kilometern die Kraft ausgeht, von der Kondition sollte es reichen.

Am Mittwoch gibt es noch einen Trainingslauf mit dem Team Sieber um den Greifensee so quasi als Hauptprobe, bin gespannt wie's läuft und dann am Sonntag evtl. nochmals 13Km. In der letzten Woche vor dem Lauf sollte man es ja nicht zu steil angehen.

Und jetzt noch ein kleiner Spendenaufruf! 

Nach 2-3 Aufrufen konnte ich bereits über CHF 1'300.-- sammeln. Den aktuellen Spendenstand findest Du hier. Ich möchte aber unbedingt die CHF 2'000 knacken und brauche daher noch weitere Unterstützung. Wie angekündigt, wird der oder die grosszügigste Spender/in inkl. Partner bei uns zum Abendessen eingeladen :-), In Pole-Position liegt für den Moment D.H. aus T mit grosszügigen CHF 155.--. Herzlichen Dank an dieser Stelle an alle meine Unterstützer. 

Hier Spenden



14 August, 2016

Tesmeralda zieht um

Wie in meinem letzten Post angetönt haben nicht nur wir, sondern auch Tesmeralda ein neues Zuhause bekommen, daher auch die etwas längere Pause, denn der Umzug war doch ziemlich stressig. Keine Einzelbox wie bis anhin mit einer normalen Haushaltstrom Steckdose und einer Ladeleistung von 9km/h, sondern ein Platz in einer Sammeltiefgarage.

Noch bevor wir uns für die Wohnung entschieden haben, haben wir uns erkundigt ob es denn möglich sei einen Stromanschluss zum Parkplatz zu verlegen. Die positive Antwort freute uns sehr, was uns weniger freute, war die darauf folgende Offerte :-(. Ca. CHF 5'500.-- sollte der Anschluss kosten! Da muss man schon eine Weile elektrisch fahren um das wieder zu amortisieren.

Auf unsere Nachfrage, wieso das so teuer sei, wurden wir auf den weit (110m) entfernten Stromverteiler und -zähler verwiesen. Einigermassen erstaunt, dass in einer brandneuen Tiefgarage in der heutigen Zeit nicht an die Elektromobilität gedacht wird, wollten wir uns das nochmals überlegen. Zumal sich hinter unserem Parkplatz gleich eine geeignete Steckdose befand.

Als wir im Rahmen der Wohnungsübergabe mit der Verwaltung sprachen, stellte sich heraus, dass die Verwaltung auch damit leben könnte unseren Stromverbrauch separat abzurechnen, wenn wir einen Zähler installieren und die verbrauchte Strommenge melden. Auf Basis dieser Erkenntnis verlangten wir eine neue Offerte und siehe da, CHF 1'300.-- für Installation und Zähler war ein Betrag mit dem wir gut leben können. Amortisiert auf 10 Jahre betragen die Kosten CHF 10 / Monat, das ist verglichen mit Benzinkosten ein Schnäppchen.

Tesla ChargingGeradezu phantastisch ist nun die Ladeleistung! Wenn ich schon mit 20km/h zufrieden gewesen wäre, lädt Tesmeralda nun mit ca. 45km/h. D.h. auch wenn wir jeden Tag 300 - 400km fahren würden, hätten wir am Morgen wieder volle Ladung!

Einmal mehr lohnt es sich, nicht die erstbeste Lösung zu akzeptieren und zu überlegen ob es einen Plan B oder C gibt :-)

Jetzt muss ich nur noch irgendwie die Original Tesla Wandhalterung für $25 in den USA bestellen. Aus für mich unerklärlichen Gründen ist sie in der Schweiz nicht erhältlich. Aber zum Glück gibt es in den USA Services, die Pakete weiterleiten, das hat schon einmal funktioniert.

21 Mai, 2016

Kleiner Zwischenbericht

Wie versprochen, möchte ich an dieser Stelle auch darüber berichten wenn Probleme auftauchen. In den 10 Monaten (und die vergingen wie im Flug) hat es auch ein paar solche gegeben.

So ist man in diesem Auto doch ziemlich auf das Internet angewiesen. Musik, Karte und weitere Funktionen machen mit Edge oder noch schlechterer Verbindung einfach keinen Spass. Wenn ich wieder ins Mittelalter geworfen werde und einen UKW-Sender suchen muss, tut das weh (wer braucht eigentlich in Zukunft DAB+?). Klar kann ich mein iPhone anschliessen, aber sogar das fühlt sich in diesem Auto wie eine antiquierte Handlung an. Ich hab mich schon so an die weltweiten Radiostationen aus Berlin, Las Vegas etc. und Spotify gewöhnt, dass ich Entzugserscheinungen habe, wenn es nicht funktioniert. Und ich sage euch, in Deutschland wollt ihr nicht auf dem Land leben. 3G ist dort noch Luxus! Kein Wunder haben es die Deutschen nicht eilig mit dem vernetzten Auto, wo kein Netz, da keine Vernetzung. Auch hatte die Swisscom zeitweilig Übertragungsprobleme, welche fast eine Woche andauerten, aber sie haben immerhin auf meinen Tweet geantwortet, Bravo.

Es gab auch ein paar Hardware Probleme. So war das Panorama-Dach undicht, was jedoch sehr prompt und natürlich auf Garantie behoben wurde. Vor kurzem schloss die 2. Sicherung des vorderen Kofferraums nicht mehr, was eine sehr unangenehme Fehlermeldung zur Folge hatte, welche das Weiterfahren nur mit einem unguten Gefühl zulies. Aber der telefonische Tesla-Service Support war der Ansicht, dass es weiterhin sicher sei zu fahren (bei kritischen Fehlern, meldet sich Tesla scheinbar von alleine!). Wegen des Pfingstwochenendes konnte ich es leider nicht gleich fixen lassen.

Ein weiteres 1. Welt-Problem erwartet mich in unserer neuen Wohnung, resp. Tiefgarage. Sie hat kein 3G-Empfang! Somit fällt die Fernsteuerung über das App weg und noch schlimmer - wann und wie mache ich die Software Updates? Sehr wahrscheinlich muss ich Tesmeralda dann mal über Nacht draussen stehen lassen :-(. Die Technophoben unter euch werden sich bestätigt fühlen ;-), aber ehrlich gesagt "kämpfe" ich gerne mit solchen Problemen ;-).  Und auch der Stromanschluss an unserem neuen Parkplatz ist wieder nicht so einfach (sprich teuer), weil der Verteiler über 100m entfernt ist!

Ein Aufruf an alle Architekten und Planer an dieser Stelle: 3G Empfang überall und bitte bitte daran denken, dass in nicht allzu ferner Zukunft viel mehr Elektroautos in der Tiefgarage aufgeladen werden wollen, also gleich daran denken wie der Strom geliefert, gemessen und verrechnet werden kann!

Und was zum Abschlus. Bei meiner ersten Teilnahme an einem Teslaclub-Treffen durfte sich Tesmeralda gleich neben einem alten Bugatti in Szene setzen. "Oldtimer meets Future" war ein cooler Event, hier noch der Artikel in der Berner Zeitung :-)

So long

Ach noch was: Mein Besuch in der Werkstatt hatte auch sein Gutes :-). Ich war immer der Meinung, dass die "Summon"-Funktion in der Schweiz deaktiviert sei. Ich musste aber bloss die Funktion über den Screen aktivieren ich Schussel. Plane darüber ein kleines Video zu machen in meinem nächsten Post, ziemlich creepy.

14 Mai, 2016

Reise nach Südfrankreich

Ich war wieder viel unterwegs mit "meiner" Tesmeralda. Ja Schatz, ich weiss "unserer" ;-)

Über Auffahrt fuhren wir wie schon fast jedes Jahr nach Südfrankreich, ein toller Trip vor allem über die Route Napoleon. Doch, und zum ersten Mal seit ich Tesla fahre, musste ich mir Gedanken über die Route machen. Frankreich ist noch nicht so toll ausgebaut was Supercharger anbelangt. Es hat zwar schon einige, aber richtig dicht ist das Netz nicht.

Quelle: www.teslarati.com/interactive-tesla-supercharger-map
In Chambéry stehen zwar gleich 2 Stationen zur Verfügung, doch leider über die Route Napoléon keine, bis auf Aix-en-Provence. Das sind zwar "nur" 300Km, aber vollbepackt zu dritt und auf einer bergigen Fun-Strecke hätte ich gerne mehr Reserven gehabt. Ein Supercharger in Grenoble oder Gap wäre ideal. Einfacher wäre es gewesen über Valence und Avignon, aber auf der Autobahn macht es einfach nicht so viel Spass. Auf alle Fälle wagten wir es. Zu Beginn habe ich mich mit Überholen stark zurück gehalten. Ca. nach der Hälfte der Strecke hab ich gesehen, dass die Reserve bei ca. 50km konstant blieb und so konnte ich die Bergstrecke etwas offensiver unter die Räder nehmen ;-). Mit 35km Restreichweite erreichten wir Aix ohne Probleme.

An unserem Zielort an der Küste konnte ich die ganz normale Haushaltsteckdose anzapfen und schon bald war Tesmeralda wieder voll Energie für weitere Ausflüge.

Das Fazit: Wenn man nicht auf den Hauptrouten fährt, ist eine bessere Planung und eine vorsichtigere Fahrweise angebracht, was ich bisher eigentlich nie tun musste. Aufgrund der grösseren Distanzen musste ich den Akku zu 100% füllen, was einiges mehr Zeit kostet als z.B. nur 90%. Somit war unsere Reisezeit gegenüber dem Benziner doch um gute 2 - 3 Stunden länger. Abgesehen davon war die Reise entspannt und angenehm, nicht zuletzt wegen des Autopiloten. Ich freue mich bereits auf das nächste Jahr :-)