Keine Angst, weder mussten Leute für mich am Sonntag arbeiten um das Auto zu liefern, noch habe ich physisch einen neuen Tesla. Aber fast. Im klassischen Autogeschäft kauft man ein Auto und ärgert sich spätestens ein Jahr später, dass man diese und jene Funktion nicht hat, was einen dazu bringt in spätestens 3-4 Jahren ein neues Auto anzuschaffen um all die tollen neuen Gimicks zu bekommen.
Bei Tesla läuft das etwas anders. Sofern man die Hardware hat (und diese ist seit ca. Oktober 2014 standardmässig eingebaut) profitiert man von allen neuen Features, die mit dieser Hardware möglich sind. So hat Tesmeralda seit sie geliefert wurde einen Notbremsassistenten, Totwinkelwarner, einen adaptiven Tempomaten und noch mehr spendiert bekommen. Seit gestern kam eine Lenkautomatik, Spurwechselautomatik, Kollisionswarn- und Vermeidungssystem und Einparkautomatik hinzu, besser bekannt unter "Autopilot". Und den musste ich natürlich gleich testen :-). Und das ganze GRATIS (sofern die Hardware 1x aktiviert, resp. bezahlt wurde).
Also, nach der Installation ab auf die Autobahn. Man sieht im Display ziemlich gut, wann der Autopilot aktiviert werden kann. Innerorts mit den vielen Kreiseln und wechselnden Markierungen ist es nicht zu empfehlen, zu oft ist das System verwirrt.
Aber auf der Autobahn mit den klaren Markierungen hat es wirklich tadellos geklappt. Sogar die Baustellenmarkierung hat es erkannt, zumindest auf dem Hinweg. Auf dem Rückweg, auch wegen der blendenden Sonne wurden die orangen Linien der Baustelle teilweise nicht erkannt. Es ist schon etwas creepy wenn das Auto alleine steuert, aber im Stop-and-go Verkehr sehr hilfreich. Ich möchte aber noch betonen, dass ich das Steuerrad immer in den Händen hatte. Ich sage das nicht nur aus rechtlichen Gründen. Denn sollte der Autopilot etwas falsch interpretieren muss man wirklich schnell in der Lage sein zu reagieren, die Software ist sehr wahrscheinlich noch lange nicht 100% zuverlässig und das ist wohl Voraussetzung.
Bin gespannt wie es weitergeht. Auf dem Programm steht eine komplette Überarbeitung des Interfaces und dafür hat Elon Musk auch bereits via Twitter gefragt, was man denn gerne so geändert hätte. Bin gespannt was übernommen wird. Dass auf die Kunden gehört wird, zeigt Tesla immer wieder. Mit dem Software update kam auch eine Überarbeitung des Dashboards, wo man Temperatur und Uhrzeit aus der permanenten Anzeige verbannt hatte. Die Besitzer waren gar nicht glücklich und haben das über verschiedene Soziale Medien kundgetan. Fakt ist, bei meiner Version befindet sich die Temperatur und die Uhrzeit bereits wieder auf dem Dashboard ;-)
In Zukunft soll die Software auch in der Stadt für mehr Sicherheit sorgen und Stopsignale wie auch Ampeln erkennen können. Alles franko und gratis, ohne ein neues Auto kaufen zu müssen. Ja, ich gebs zu, mir gefällt die neue Philosophie.
Stay tuned!
26 Oktober, 2015
18 Oktober, 2015
Reise nach Wien
Nun ist es soweit, meine erste lange Reise in einem Tesla ist Realität. Es geht nach Wien und mit über 750Km sind Besuche an Supercharger wohl unumgänglich ;-). Google Maps gibt eine Reisedauer von 7.5 Std. an, wohlgemerkt ohne Zwischenstopp. Tesla gibt mit Superchargerstopp 9.5 Std. an. Somit denke ist, dass ich mit dem Tesla ca. 1 Std. länger brauchen werde als ein Benziner.
Vollgeladen mit 492km "gerateten" und 393km realistischer Reichweite geht's los. Ohne Probleme und mit über 150km Restreichweite erreichen wir Aichstetten. Als einzige an der Ladestation, beträgt die Ladekapazität ca. 380Km/Std. Gerade daneben eine grosse Raststätte mit Tankstelle, Shop und Restaurant ist die Verpflegung und Pause kein Problem. Ca. 20/30 Minuten später, setzen wir unsere Tour fort mit über 340km Reichweite.
Gemäss Map sollten wir in der Nähe von Rosenheim für ca. 20 Minuten am Supercharger laden. Doch irgendwie hat es sich Tesmeralda anders überlegt und will nach Jettingen und dort mit 0 Minuten laden! Weil ich der Navigation folgte, kostete uns das eine gute Viertelstunde, da wir so auch noch in den einzigen Stau auf der ganzen Reise gerieten :-(. Da besteht noch Verbesserungspotential.
Es ist ziemlich schwierig Tesmeralda vom Gegenteil zu überzeugen und so haben wir Rosenheim halt manuell eingegeben, was wir auch ohne Probleme erreichten. Der Supercharger befindet sich gleich neben einer Tankstelle mit bescheidenem Snackangebot. 5- 10 Minuten zu Fuss entfernt wäre eine grosse Raststätte, aber da waren wir zu faul. So haben wir was kleines gegessen und nach 30 Minuten stiegen wir wieder in ein fast vollgeladenes Auto. Nächster Halt Linz.
Es ist noch zu sagen, dass in Deutschland Internet tatsächlich "Neuland" ist. 3G Empfang ist die Ausnahme, im besten Falle Edge. So konnten wir auch mal das UKW Radio testen. Zudem verfügte keine der Raststätten über WLAN! Nicht einmal ein kostenpflichtiges!
In Österreich hat es ja nicht allzu viele Supercharger (aber immerhin eine viel bessere 3G Versorgung). Aber gerade in der Umgebung von Linz sind es zwei. Wir haben uns für den näheren entschieden und das war wohl ein Fehler. 1. mussten wir relativ weit von unserer Route abweichen und 2. ist der Supercharger gleich beim Tesla Store, nur hat der am Sonntag geschlossen. Somit war es nichts mit Kaffee oder WC und wir mussten uns die 30 Minuten vor Ort vertreiben. Es wäre noch gut wenn auf der Karte vermerkt wäre ob es Toiletten und Verpflegungsmöglichkeiten gibt, oder zu welchen Zeiten. Aber wir konnten mit dem Linzer Tesla Taxifahrer sprechen und er wie auch seine Kunden sind sehr zufrieden mit dem Auto, das hört man doch gerne ;-)
Mit 180 verbleibenden KM und 240 geladenen ging es weiter mit der letzten Etappe nach Wien. Da wir keine Pinkelpause in Linz machen konnten, gab es einen zusätzlichen Stopp an einer Raststätte. Dort hatte es doch tatsächlich ca. 6 Elektroladestationen und das wollte ich ausprobieren, da ich eh nur noch 78km übrig hatte (bei 32 zu fahrenden). Nach diesem erfolglosen Versuch, weiss ich, dass die Elektromobilität noch einen weiten Weg hat. Als erstes muss man über eine spezielle Karte verfügen oder irgendwo registriert sein um den Strom zu beziehen. Warum genügt nicht einfach eine Kreditkarte wie bei einer Tankstelle?!? Da legt sich die Industrie selber Steine in den Weg, oder ist das gewollt, damit die E-Mobilität einfach keine Chance hat? Ich bin bestimmt kein Verschwörungstheoretiker, aber sich in der heutigen Zeit ein so kompliziertes System auszudenken ist schon idiotisch, sorry. Gut, kein Ausländer schafft es mit einem E-Mobil nach Wien (ausser Teslafahrer), aber man sollte etwas in die Zukunft denken.
Auch in Wien sind die Supercharger überraschenderweise an einem unwirtlichen Ort. Nur Industriegebäude und kein Restaurant oder Verpflegungsstation weit und breit. Der erste Supercharger hat dann leider nur mit 120km/Std. geladen, aber der Wechsel zum Platz neben an erhöhte dann die Leistung auf beeindruckende 485km/Std. So konnten wir schon nach einer Viertelstunde den Weg ins Hotel antreten. Es bleibt noch zu erwähnen, dass es im Parkhaus auch Elektroladestationen hatte, aber auch diese waren nur mit speziellen Apps oder Karten zu bedienen!
Fazit: Die Reise war lang, aber massiv weniger anstrengend wie in meinem letzten Auto (Saab 9-5 Aero Kombi) einerseits wegen den regelmässigen Pausen, andererseits auch wegen dem adaptiven Tempomaten (der einem wirklich viel Arbeit abnimmt) und machte viel Spass. Ich freu mich auf die Rückfahrt :-).
Gemäss Map sollten wir in der Nähe von Rosenheim für ca. 20 Minuten am Supercharger laden. Doch irgendwie hat es sich Tesmeralda anders überlegt und will nach Jettingen und dort mit 0 Minuten laden! Weil ich der Navigation folgte, kostete uns das eine gute Viertelstunde, da wir so auch noch in den einzigen Stau auf der ganzen Reise gerieten :-(. Da besteht noch Verbesserungspotential.
Es ist ziemlich schwierig Tesmeralda vom Gegenteil zu überzeugen und so haben wir Rosenheim halt manuell eingegeben, was wir auch ohne Probleme erreichten. Der Supercharger befindet sich gleich neben einer Tankstelle mit bescheidenem Snackangebot. 5- 10 Minuten zu Fuss entfernt wäre eine grosse Raststätte, aber da waren wir zu faul. So haben wir was kleines gegessen und nach 30 Minuten stiegen wir wieder in ein fast vollgeladenes Auto. Nächster Halt Linz.
Es ist noch zu sagen, dass in Deutschland Internet tatsächlich "Neuland" ist. 3G Empfang ist die Ausnahme, im besten Falle Edge. So konnten wir auch mal das UKW Radio testen. Zudem verfügte keine der Raststätten über WLAN! Nicht einmal ein kostenpflichtiges!
In Österreich hat es ja nicht allzu viele Supercharger (aber immerhin eine viel bessere 3G Versorgung). Aber gerade in der Umgebung von Linz sind es zwei. Wir haben uns für den näheren entschieden und das war wohl ein Fehler. 1. mussten wir relativ weit von unserer Route abweichen und 2. ist der Supercharger gleich beim Tesla Store, nur hat der am Sonntag geschlossen. Somit war es nichts mit Kaffee oder WC und wir mussten uns die 30 Minuten vor Ort vertreiben. Es wäre noch gut wenn auf der Karte vermerkt wäre ob es Toiletten und Verpflegungsmöglichkeiten gibt, oder zu welchen Zeiten. Aber wir konnten mit dem Linzer Tesla Taxifahrer sprechen und er wie auch seine Kunden sind sehr zufrieden mit dem Auto, das hört man doch gerne ;-)
Mit 180 verbleibenden KM und 240 geladenen ging es weiter mit der letzten Etappe nach Wien. Da wir keine Pinkelpause in Linz machen konnten, gab es einen zusätzlichen Stopp an einer Raststätte. Dort hatte es doch tatsächlich ca. 6 Elektroladestationen und das wollte ich ausprobieren, da ich eh nur noch 78km übrig hatte (bei 32 zu fahrenden). Nach diesem erfolglosen Versuch, weiss ich, dass die Elektromobilität noch einen weiten Weg hat. Als erstes muss man über eine spezielle Karte verfügen oder irgendwo registriert sein um den Strom zu beziehen. Warum genügt nicht einfach eine Kreditkarte wie bei einer Tankstelle?!? Da legt sich die Industrie selber Steine in den Weg, oder ist das gewollt, damit die E-Mobilität einfach keine Chance hat? Ich bin bestimmt kein Verschwörungstheoretiker, aber sich in der heutigen Zeit ein so kompliziertes System auszudenken ist schon idiotisch, sorry. Gut, kein Ausländer schafft es mit einem E-Mobil nach Wien (ausser Teslafahrer), aber man sollte etwas in die Zukunft denken.
Auch in Wien sind die Supercharger überraschenderweise an einem unwirtlichen Ort. Nur Industriegebäude und kein Restaurant oder Verpflegungsstation weit und breit. Der erste Supercharger hat dann leider nur mit 120km/Std. geladen, aber der Wechsel zum Platz neben an erhöhte dann die Leistung auf beeindruckende 485km/Std. So konnten wir schon nach einer Viertelstunde den Weg ins Hotel antreten. Es bleibt noch zu erwähnen, dass es im Parkhaus auch Elektroladestationen hatte, aber auch diese waren nur mit speziellen Apps oder Karten zu bedienen!
Fazit: Die Reise war lang, aber massiv weniger anstrengend wie in meinem letzten Auto (Saab 9-5 Aero Kombi) einerseits wegen den regelmässigen Pausen, andererseits auch wegen dem adaptiven Tempomaten (der einem wirklich viel Arbeit abnimmt) und machte viel Spass. Ich freu mich auf die Rückfahrt :-).
28 September, 2015
Verkaufsstatistiken
Aus meiner Sicht verlief der Monat ziemlich ruhig. Eine Woche verbrachte ich noch in Las Vegas und ansonsten war ich nicht allzu viel mit Tesmeralda unterwegs. Bis jetzt haben wir es geschafft ohne Kratzer (auch nicht bei den Felgen) über die Runden zu kommen, bei der Breite des Autos gar nicht so einfach, da die Einfahrten und Parkplätze in der Schweiz doch teilweise sehr eng sind.
Viel läuft jedoch in der Automobil Branche. Tesla präsentiert am 29. September das Model X (der SUV von Tesla) der breiten Öffentlichkeit. Obwohl das Auto ca. $5'000 teurer wird als das Model S mit vergleichbarer Ausrüstung, glaube ich, dass das Auto ein Erfolg wird. Wenn wohl auch eher in den USA als in Europa. Dann kam natürlich noch #dieselgate von VW dazu. Ich denke der Skandal verhilft Elektroautos zu mehr Glaubwürdigkeit, auch wenn es das Model 3 braucht um Volumen zu erzielen, der Weg ist geebnet.
Dann machte ich noch eine interessante Bekanntschaft mit einem jungen Tesla-Fan am Supercharger in Dietlikon. Er wusste sehr viel über Tesla und so konnten wir während des Aufladens etwas fachsimplen. Das ist bestimmt auch etwas, das nur mit wenigen Marken möglich ist :-)
"Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du." Das Sprichwort ist von Mahatma Gandhi und trifft aus meiner Sicht auf Tesla zu. Wir befinden uns jetzt in Phase 3, da ein Tesla-Killer nach dem anderen vorgestellt wird (lassen wir uns bei der Umsetzung überraschen). Nur Porsche- und jetzt VW-Chef Müller scheint Tesla nicht ernst zu nehmen (oder gibt es auf alle Fälle nicht zu). Daher werde ich das Model S mit ein paar direkten Konkurrenzmodellen aus meiner Sicht vergleichen. Denn ein Vergleich mit einer Marke ist unfair, da Tesla im Moment nur aus einem Modell besteht und so klein und unbedeutend erscheint (wobei sie bereits doppelt so viele Autos verkauft haben wie Maserati mit allen Modellen!). Somit stelle ich die Statistik in eine Relation, die Sinn macht.
Als Hauptkonkurrenten habe ich die folgenden Autos definiert:
Viel läuft jedoch in der Automobil Branche. Tesla präsentiert am 29. September das Model X (der SUV von Tesla) der breiten Öffentlichkeit. Obwohl das Auto ca. $5'000 teurer wird als das Model S mit vergleichbarer Ausrüstung, glaube ich, dass das Auto ein Erfolg wird. Wenn wohl auch eher in den USA als in Europa. Dann kam natürlich noch #dieselgate von VW dazu. Ich denke der Skandal verhilft Elektroautos zu mehr Glaubwürdigkeit, auch wenn es das Model 3 braucht um Volumen zu erzielen, der Weg ist geebnet.
Dann machte ich noch eine interessante Bekanntschaft mit einem jungen Tesla-Fan am Supercharger in Dietlikon. Er wusste sehr viel über Tesla und so konnten wir während des Aufladens etwas fachsimplen. Das ist bestimmt auch etwas, das nur mit wenigen Marken möglich ist :-)
"Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du." Das Sprichwort ist von Mahatma Gandhi und trifft aus meiner Sicht auf Tesla zu. Wir befinden uns jetzt in Phase 3, da ein Tesla-Killer nach dem anderen vorgestellt wird (lassen wir uns bei der Umsetzung überraschen). Nur Porsche- und jetzt VW-Chef Müller scheint Tesla nicht ernst zu nehmen (oder gibt es auf alle Fälle nicht zu). Daher werde ich das Model S mit ein paar direkten Konkurrenzmodellen aus meiner Sicht vergleichen. Denn ein Vergleich mit einer Marke ist unfair, da Tesla im Moment nur aus einem Modell besteht und so klein und unbedeutend erscheint (wobei sie bereits doppelt so viele Autos verkauft haben wie Maserati mit allen Modellen!). Somit stelle ich die Statistik in eine Relation, die Sinn macht.
Als Hauptkonkurrenten habe ich die folgenden Autos definiert:
- Porsche Panamera (ähnliche Leistung, 5 Sitzer, schwer, teuer)
- Mercedes S Klasse (indirekter Konkurrent, aber ehemaliger (aktualisiert 19.4.16) Leader der Luxusklasse)
- BMW 7er Serie (Luxusklasse von BMW)
- BMW i8 (wird als Elektrorivale dargestellt obwohl es ein Hybrid ist!)
- BWM i3 (immerhin als Elektroauto eine Konkurrenz)
- Audi A8 (Luxusklasse von Audi)
- Audi A7 (Luxuscoupé mit Ähnlichkeiten zu Tesla im Design)
- Maserati (hier nehme ich gleich alle Autos zusammen, weil ausser dem Ghibli, werden alle nur in homöopathischen Dosen verkauft)
Wenn man die Zahlen so sieht, wird einem klar, dass wohl alle Hersteller es jetzt schon vorzögen, dass sie die Autos von Tesla zusätzlich verkauft hätten. Es muss auch noch erwähnt werden, dass Tesla keine eigene Autos kauft um die Statistiken zu schönen und dass es auch keine Händlerkäufe gibt. Ich glaube auch nicht, dass Porsche mit dem Absatz des Panamera und BMW mit dem i8 zufrieden sind ;-).
Hier der Link (wird jeweils ca. mitte Monat aktualisiert)
Hier die aktuellen Grafiken:
Verkäufe pro Monat bis August 2015:
Verkäufe Total bis August 201506 September, 2015
Der erste Monat
Die Zeit verging einmal mehr wie im Flug. Und in einem solchen wähnt man sich auch, wenn man in einem Tesla unterwegs ist. Ein Monat ist ein guter Zeitraum für ein erstes Fazit.
Obwohl ich nicht lärmempfindlich bin und mich auch in Diskotheken oder an Konzerten sehr wohl fühle, fasziniert mich Stille beim Fahren immer wieder. Ich erinnere mich an meine erste Reise in einem ICE nach Südfrankreich vor vielen Jahren, wo dank der Klimaanlage die Fenster nicht mehr geöffnet werden konnten und dank der guten Isolation die Reise viel ruhiger war als in einem klassischen (mittlerweile alten ;-)) Wagon. Die Stille hat mich so fasziniert, dass ich es immer wieder erwähnte und so meine Kollegen ziemlich nervte.
Ca. 30 Jahre später dasselbe beim Auto. Ich kann einfach nicht genug davon kriegen. Viele Kommentare lauten "ja, aber ich brauch den Sound". Und bei mir ist es genau das Gegenteil! Die erhabene Stille, vorallem in der Stadt und das vibrationsfreie Fahren, geben mir ein Gefühl des Fliegens. Aber auch auf der Autobahn ist es vielmehr ein Gleiten als ein Fahren. Kein grosser Motor vibriert vor sich hin um das Auto vorwärts zu bringen und dank des niedrigen cw Wertes sind auch die Windgeräusche absolut im Rahmen, gefühlt eher tiefer. Auch bei der Beschleunigung. Dieses Auto muss nicht zur Leistung geprügelt werden. Auch war der Saab mit 260PS nicht schlecht motorisiert, aber jede Beschleunigung wurde mit einem lauten murren quittiert, so dass ich es lieber sein liess. Jetzt droht die Gefahr von ganz anderer Seite, dem Gesetz. Es geht so schnell und so leichtfüssig und ohne murren, dass das Risiko einer Geschwindigkeitsübertretung massiv gestiegen ist.
Nach einem Monat sind es aber auch andere Dinge, die einem auffallen. Aufgrund unseres Fahrverhaltens (ca. 30 bis max. 150Km am Tag) konnten wir Tesmeralda immer über Nacht an der herkömmlichen 220V Steckdose in unserer Garage aufladen. Kein Besuch einer Tankstelle, wo man für ein bisschen Benzin über den Tisch gezogen wurde. Ca. CHF 250 an Benzin (minus CHF 40 für Strom) gespart und CHF 40 für die Strassenverkehrssteuer, abgesehen von den ganzen Emissionen.
Ganz cool ist auch das Einsteigen. Klar "keyless" Entry haben mittlerweile viele Autos in dieser Klasse, aber Tesla geht einen Schritt weiter. Wenn man die Tür öffnet werden alle Systeme hochgefahren und stehen bereit bis man sitzt. Inkl. der letzten Radiostation oder Verbindung zum iPhone mit dem zuletzt gespielten Lied. Die Internet Radiostationen sind der Hammer! Ein unendlicher Fundus an Stationen, doch leider fehlt eine Suchfunktion, die würde ich mir noch wünschen. Ach ja, 3G-Internet ist in einem Tesla europaweit und für 8 Jahre inklusive, ohne jegliche Mehrkosten! Auch einen Start/Stopp Knopf sucht man vergeblich. Durch drücken auf die Bremse ist der Motor bereit. That's it! Aussteigen ist noch einfacher. Wählhebel auf "P", Türe auf, aussteigen, weglaufen. Der Rest macht das Auto. Ich habe aber immer noch latent das Gefühl, was vergessen zu haben. Die Musik wird leiser wenn man die Fahrertür öffnet (sollte aber auch meiner Sicht auch bei den anderen Türen so sein) und lauter wenn man sie wieder schliesst. Wenn wir uns der Garage nähern erscheint auf dem Bildschirm der "Home" Button um die Garage per Klick zu öffnen.
Und es gibt sie doch, die Verbesserungsmöglichkeiten. Neben der erwähnten Suchfunktion bei den Internetradios und der Lautstärkenreduktion beim Öffnen aller Türen, würde ich es noch begrüssen wenn auch die E-Mails, SMS oder WhatsApp Nachrichten über den Center-Screen gelesen werden könnten. Falls Sicherheitsbedenken bestehen halt nur im "P" Modus. Über die App kann man das Sonnendach schliessen, aber nicht die Fenster.
Fazit des ersten Monats. WAHNSINN auch ohne "INSANE" Modus. Ein solches Auto fahren und besitzen zu dürfen ist ein grosses Privileg und darüber freue ich mich jeden Tag aufs neue.
Noch ein paar Statistik Facts:
Obwohl ich nicht lärmempfindlich bin und mich auch in Diskotheken oder an Konzerten sehr wohl fühle, fasziniert mich Stille beim Fahren immer wieder. Ich erinnere mich an meine erste Reise in einem ICE nach Südfrankreich vor vielen Jahren, wo dank der Klimaanlage die Fenster nicht mehr geöffnet werden konnten und dank der guten Isolation die Reise viel ruhiger war als in einem klassischen (mittlerweile alten ;-)) Wagon. Die Stille hat mich so fasziniert, dass ich es immer wieder erwähnte und so meine Kollegen ziemlich nervte.
Ca. 30 Jahre später dasselbe beim Auto. Ich kann einfach nicht genug davon kriegen. Viele Kommentare lauten "ja, aber ich brauch den Sound". Und bei mir ist es genau das Gegenteil! Die erhabene Stille, vorallem in der Stadt und das vibrationsfreie Fahren, geben mir ein Gefühl des Fliegens. Aber auch auf der Autobahn ist es vielmehr ein Gleiten als ein Fahren. Kein grosser Motor vibriert vor sich hin um das Auto vorwärts zu bringen und dank des niedrigen cw Wertes sind auch die Windgeräusche absolut im Rahmen, gefühlt eher tiefer. Auch bei der Beschleunigung. Dieses Auto muss nicht zur Leistung geprügelt werden. Auch war der Saab mit 260PS nicht schlecht motorisiert, aber jede Beschleunigung wurde mit einem lauten murren quittiert, so dass ich es lieber sein liess. Jetzt droht die Gefahr von ganz anderer Seite, dem Gesetz. Es geht so schnell und so leichtfüssig und ohne murren, dass das Risiko einer Geschwindigkeitsübertretung massiv gestiegen ist.
Nach einem Monat sind es aber auch andere Dinge, die einem auffallen. Aufgrund unseres Fahrverhaltens (ca. 30 bis max. 150Km am Tag) konnten wir Tesmeralda immer über Nacht an der herkömmlichen 220V Steckdose in unserer Garage aufladen. Kein Besuch einer Tankstelle, wo man für ein bisschen Benzin über den Tisch gezogen wurde. Ca. CHF 250 an Benzin (minus CHF 40 für Strom) gespart und CHF 40 für die Strassenverkehrssteuer, abgesehen von den ganzen Emissionen.
Ganz cool ist auch das Einsteigen. Klar "keyless" Entry haben mittlerweile viele Autos in dieser Klasse, aber Tesla geht einen Schritt weiter. Wenn man die Tür öffnet werden alle Systeme hochgefahren und stehen bereit bis man sitzt. Inkl. der letzten Radiostation oder Verbindung zum iPhone mit dem zuletzt gespielten Lied. Die Internet Radiostationen sind der Hammer! Ein unendlicher Fundus an Stationen, doch leider fehlt eine Suchfunktion, die würde ich mir noch wünschen. Ach ja, 3G-Internet ist in einem Tesla europaweit und für 8 Jahre inklusive, ohne jegliche Mehrkosten! Auch einen Start/Stopp Knopf sucht man vergeblich. Durch drücken auf die Bremse ist der Motor bereit. That's it! Aussteigen ist noch einfacher. Wählhebel auf "P", Türe auf, aussteigen, weglaufen. Der Rest macht das Auto. Ich habe aber immer noch latent das Gefühl, was vergessen zu haben. Die Musik wird leiser wenn man die Fahrertür öffnet (sollte aber auch meiner Sicht auch bei den anderen Türen so sein) und lauter wenn man sie wieder schliesst. Wenn wir uns der Garage nähern erscheint auf dem Bildschirm der "Home" Button um die Garage per Klick zu öffnen.
Und es gibt sie doch, die Verbesserungsmöglichkeiten. Neben der erwähnten Suchfunktion bei den Internetradios und der Lautstärkenreduktion beim Öffnen aller Türen, würde ich es noch begrüssen wenn auch die E-Mails, SMS oder WhatsApp Nachrichten über den Center-Screen gelesen werden könnten. Falls Sicherheitsbedenken bestehen halt nur im "P" Modus. Über die App kann man das Sonnendach schliessen, aber nicht die Fenster.
Fazit des ersten Monats. WAHNSINN auch ohne "INSANE" Modus. Ein solches Auto fahren und besitzen zu dürfen ist ein grosses Privileg und darüber freue ich mich jeden Tag aufs neue.
Noch ein paar Statistik Facts:
- gefahrene Kilometer = 1'757
- Verbrauch 370 kWh = 211 Wh / Km
- Kosten Niedertarif Naturstrom basic = ca. CHF 40 weil ca. 70kWh an Superchargern zum Nulltarif geladen wurde
30 August, 2015
Das erste Problem
Vor etwas mehr als einer Woche war es uns nicht mehr möglich unsere Tesmeralda per Handy zu orten, auch war es nicht mehr möglich Internetradio zu hören und auf dem Display fehlte der "3G" Hinweis. So muss man kein Genie sein um darauf zu kommen, dass evtl. die Internetverbindung nicht mehr funktioniert.
Nach Konsultation des digitalen Handbuches fand ich eine Möglichkeit über die Sprachwahl, den Screen neu zu starten. Zwar wechselte die Sprache aber das Problem wurde nicht gelöst. Und ein Tesla ohne Internetverbindung ist zwar nicht unbrauchbar, aber es schränkt schon ziemlich ein, da auch die Navigation mit Echtdaten arbeitet. So machte ich mich auf zum Zürcher Tesla Store, wo mir sofort jemand zu Hilfe kam. Die bessere Art den Screen neu zu starten ist mit den beiden Rollknöpfen am Steuerrad. Die hält man ein paar Sekunden gedrückt... und siehe da, nach dem Neustart war alles wieder in Ordnung. Wie gesagt, das Teil ist mehr Computer als Auto und so muss man es auch behandeln.
Etwas später gab es auch einen Minor Software Update mit kleinen Verbesserungen. Den Update programmierte ich auf 4 Uhr morgens und er verlief ohne Zwischenfälle. Aber alle warten auf das grosse 7.0 Update mit starken Verbesserungen der Autopilot Funktionen (sprich Spurhalteassistent mit Selbstlenkung und Selbstparkierfunktion) und wie ich bei Teslamag gesehen habe, Anpassungen beim Display. Da werde ich an dieser Stelle bestimmt darüber berichten.
Zudem hatte ich noch 4 Probefahrten vereinbart. Auch wenn aus verschiedenen Gründen nicht alle zu Tesla rennen und einen kaufen, beeindruckt das Fahrverhalten und das "dahingleiten" allemal.
Ach ja, und wenn man so begrüsst wird, beklagt man sich auch nicht :-)
Danke für's lesen und bis demnächst.
Nach Konsultation des digitalen Handbuches fand ich eine Möglichkeit über die Sprachwahl, den Screen neu zu starten. Zwar wechselte die Sprache aber das Problem wurde nicht gelöst. Und ein Tesla ohne Internetverbindung ist zwar nicht unbrauchbar, aber es schränkt schon ziemlich ein, da auch die Navigation mit Echtdaten arbeitet. So machte ich mich auf zum Zürcher Tesla Store, wo mir sofort jemand zu Hilfe kam. Die bessere Art den Screen neu zu starten ist mit den beiden Rollknöpfen am Steuerrad. Die hält man ein paar Sekunden gedrückt... und siehe da, nach dem Neustart war alles wieder in Ordnung. Wie gesagt, das Teil ist mehr Computer als Auto und so muss man es auch behandeln.
Etwas später gab es auch einen Minor Software Update mit kleinen Verbesserungen. Den Update programmierte ich auf 4 Uhr morgens und er verlief ohne Zwischenfälle. Aber alle warten auf das grosse 7.0 Update mit starken Verbesserungen der Autopilot Funktionen (sprich Spurhalteassistent mit Selbstlenkung und Selbstparkierfunktion) und wie ich bei Teslamag gesehen habe, Anpassungen beim Display. Da werde ich an dieser Stelle bestimmt darüber berichten.
Zudem hatte ich noch 4 Probefahrten vereinbart. Auch wenn aus verschiedenen Gründen nicht alle zu Tesla rennen und einen kaufen, beeindruckt das Fahrverhalten und das "dahingleiten" allemal.
Ach ja, und wenn man so begrüsst wird, beklagt man sich auch nicht :-)Danke für's lesen und bis demnächst.
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