28 September, 2015

Verkaufsstatistiken

Aus meiner Sicht verlief der Monat ziemlich ruhig. Eine Woche verbrachte ich noch in Las Vegas und ansonsten war ich nicht allzu viel mit Tesmeralda unterwegs. Bis jetzt haben wir es geschafft ohne Kratzer (auch nicht bei den Felgen) über die Runden zu kommen, bei der Breite des Autos gar nicht so einfach, da die Einfahrten und Parkplätze in der Schweiz doch teilweise sehr eng sind.

Viel läuft jedoch in der Automobil Branche. Tesla präsentiert am 29. September das Model X (der SUV von Tesla) der breiten Öffentlichkeit. Obwohl das Auto ca. $5'000 teurer wird als das Model S mit vergleichbarer Ausrüstung, glaube ich, dass das Auto ein Erfolg wird. Wenn wohl auch eher in den USA als in Europa. Dann kam natürlich noch #dieselgate von VW dazu. Ich denke der Skandal verhilft Elektroautos zu mehr Glaubwürdigkeit, auch wenn es das Model 3 braucht um Volumen zu erzielen, der Weg ist geebnet.

Dann machte ich noch eine interessante Bekanntschaft mit einem jungen Tesla-Fan am Supercharger in Dietlikon. Er wusste sehr viel über Tesla und so konnten wir während des Aufladens etwas fachsimplen. Das ist bestimmt auch etwas, das nur mit wenigen Marken möglich ist :-)

"Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du." Das Sprichwort ist von Mahatma Gandhi und trifft aus meiner Sicht auf Tesla zu. Wir befinden uns jetzt in Phase 3, da ein Tesla-Killer nach dem anderen vorgestellt wird (lassen wir uns bei der Umsetzung überraschen). Nur Porsche- und jetzt VW-Chef Müller scheint Tesla nicht ernst zu nehmen (oder gibt es auf alle Fälle nicht zu). Daher werde ich das Model S mit ein paar direkten Konkurrenzmodellen aus meiner Sicht vergleichen. Denn ein Vergleich mit einer Marke ist unfair, da Tesla im Moment nur aus einem Modell besteht und so klein und unbedeutend erscheint (wobei sie bereits doppelt so viele Autos verkauft haben wie Maserati mit allen Modellen!). Somit stelle ich die Statistik in eine Relation, die Sinn macht.

Als Hauptkonkurrenten habe ich die folgenden Autos definiert:

  • Porsche Panamera (ähnliche Leistung, 5 Sitzer, schwer, teuer)
  • Mercedes S Klasse (indirekter Konkurrent, aber ehemaliger (aktualisiert 19.4.16) Leader der Luxusklasse)
  • BMW 7er Serie (Luxusklasse von BMW)
  • BMW i8 (wird als Elektrorivale dargestellt obwohl es ein Hybrid ist!)
  • BWM i3 (immerhin als Elektroauto eine Konkurrenz)
  • Audi A8 (Luxusklasse von Audi)
  • Audi A7 (Luxuscoupé mit Ähnlichkeiten zu Tesla im Design)
  • Maserati (hier nehme ich gleich alle Autos zusammen, weil ausser dem Ghibli, werden alle nur in homöopathischen Dosen verkauft)
Wenn man die Zahlen so sieht, wird einem klar, dass wohl alle Hersteller es jetzt schon vorzögen, dass sie die Autos von Tesla zusätzlich verkauft hätten. Es muss auch noch erwähnt werden, dass Tesla keine eigene Autos kauft um die Statistiken zu schönen und dass es auch keine Händlerkäufe gibt. Ich glaube auch nicht, dass Porsche mit dem Absatz des Panamera und BMW mit dem i8 zufrieden sind ;-).

Hier der Link (wird jeweils ca. mitte Monat aktualisiert)

Hier die aktuellen Grafiken:

Verkäufe pro Monat bis August 2015:
 Verkäufe Total bis August 2015


06 September, 2015

Der erste Monat

Die Zeit verging einmal mehr wie im Flug. Und in einem solchen wähnt man sich auch, wenn man in einem Tesla unterwegs ist. Ein Monat ist ein guter Zeitraum für ein erstes Fazit.

Obwohl ich nicht lärmempfindlich bin und mich auch in Diskotheken oder an Konzerten sehr wohl fühle, fasziniert mich Stille beim Fahren immer wieder. Ich erinnere mich an meine erste Reise in einem ICE nach Südfrankreich vor vielen Jahren, wo dank der Klimaanlage die Fenster nicht mehr geöffnet werden konnten und dank der guten Isolation die Reise viel ruhiger war als in einem klassischen (mittlerweile alten ;-)) Wagon. Die Stille hat mich so fasziniert, dass ich es immer wieder erwähnte und so meine Kollegen ziemlich nervte.

Ca. 30 Jahre später dasselbe beim Auto. Ich kann einfach nicht genug davon kriegen. Viele Kommentare lauten "ja, aber ich brauch den Sound". Und bei mir ist es genau das Gegenteil! Die erhabene Stille, vorallem in der Stadt und das vibrationsfreie Fahren, geben mir ein Gefühl des Fliegens. Aber auch auf der Autobahn ist es vielmehr ein Gleiten als ein Fahren. Kein grosser Motor vibriert vor sich hin um das Auto vorwärts zu bringen und dank des niedrigen cw Wertes sind auch die Windgeräusche absolut im Rahmen, gefühlt eher tiefer. Auch bei der Beschleunigung. Dieses Auto muss nicht zur Leistung geprügelt werden. Auch war der Saab mit 260PS nicht schlecht motorisiert, aber jede Beschleunigung wurde mit einem lauten murren quittiert, so dass ich es lieber sein liess. Jetzt droht die Gefahr von ganz anderer Seite, dem Gesetz. Es geht so schnell und so leichtfüssig und ohne murren, dass das Risiko einer Geschwindigkeitsübertretung massiv gestiegen ist.

Nach einem Monat sind es aber auch andere Dinge, die einem auffallen. Aufgrund unseres Fahrverhaltens (ca. 30 bis max. 150Km am Tag) konnten wir Tesmeralda immer über Nacht an der herkömmlichen 220V Steckdose in unserer Garage aufladen. Kein Besuch einer Tankstelle, wo man für ein bisschen Benzin über den Tisch gezogen wurde. Ca. CHF 250 an Benzin (minus CHF 40 für Strom) gespart und CHF 40 für die Strassenverkehrssteuer, abgesehen von den ganzen Emissionen.

Ganz cool ist auch das Einsteigen. Klar "keyless" Entry haben mittlerweile viele Autos in dieser Klasse, aber Tesla geht einen Schritt weiter. Wenn man die Tür öffnet werden alle Systeme hochgefahren und stehen bereit bis man sitzt. Inkl. der letzten Radiostation oder Verbindung zum iPhone mit dem zuletzt gespielten Lied. Die Internet Radiostationen sind der Hammer! Ein unendlicher Fundus an Stationen, doch leider fehlt eine Suchfunktion, die würde ich mir noch wünschen. Ach ja, 3G-Internet ist in einem Tesla europaweit und für 8 Jahre inklusive, ohne jegliche Mehrkosten! Auch einen Start/Stopp Knopf sucht man vergeblich. Durch drücken auf die Bremse ist der Motor bereit. That's it! Aussteigen ist noch einfacher. Wählhebel auf "P", Türe auf, aussteigen, weglaufen. Der Rest macht das Auto. Ich habe aber immer noch latent das Gefühl, was vergessen zu haben. Die Musik wird leiser wenn man die Fahrertür öffnet (sollte aber auch meiner Sicht auch bei den anderen Türen so sein) und lauter wenn man sie wieder schliesst. Wenn wir uns der Garage nähern erscheint auf dem Bildschirm der "Home" Button um die Garage per Klick zu öffnen.

Und es gibt sie doch, die Verbesserungsmöglichkeiten. Neben der erwähnten Suchfunktion bei den Internetradios und der Lautstärkenreduktion beim Öffnen aller Türen, würde ich es noch begrüssen wenn auch die E-Mails, SMS oder WhatsApp Nachrichten über den Center-Screen gelesen werden könnten. Falls Sicherheitsbedenken bestehen halt nur im "P" Modus. Über die App kann man das Sonnendach schliessen, aber nicht die Fenster.

Fazit des ersten Monats. WAHNSINN auch ohne "INSANE" Modus. Ein solches Auto fahren und besitzen zu dürfen ist ein grosses Privileg und darüber freue ich mich jeden Tag aufs neue.

Noch ein paar Statistik Facts:
  • gefahrene Kilometer = 1'757
  • Verbrauch 370 kWh = 211 Wh / Km
  • Kosten Niedertarif Naturstrom basic = ca. CHF 40 weil ca. 70kWh an Superchargern zum Nulltarif geladen wurde


30 August, 2015

Das erste Problem

Vor etwas mehr als einer Woche war es uns nicht mehr möglich unsere Tesmeralda per Handy zu orten, auch war es nicht mehr möglich Internetradio zu hören und auf dem Display fehlte der "3G" Hinweis. So muss man kein Genie sein um darauf zu kommen, dass evtl. die Internetverbindung nicht mehr funktioniert.

Nach Konsultation des digitalen Handbuches fand ich eine Möglichkeit über die Sprachwahl, den Screen neu zu starten. Zwar wechselte die Sprache aber das Problem wurde nicht gelöst. Und ein Tesla ohne Internetverbindung ist zwar nicht unbrauchbar, aber es schränkt schon ziemlich ein, da auch die Navigation mit Echtdaten arbeitet. So machte ich mich auf zum Zürcher Tesla Store, wo mir sofort jemand zu Hilfe kam. Die bessere Art den Screen neu zu starten ist mit den beiden Rollknöpfen am Steuerrad. Die hält man ein paar Sekunden gedrückt... und siehe da, nach dem Neustart war alles wieder in Ordnung. Wie gesagt, das Teil ist mehr Computer als Auto und so muss man es auch behandeln.

Etwas später gab es auch einen Minor Software Update mit kleinen Verbesserungen. Den Update programmierte ich auf 4 Uhr morgens und er verlief ohne Zwischenfälle. Aber alle warten auf das grosse 7.0 Update mit starken Verbesserungen der Autopilot Funktionen (sprich Spurhalteassistent mit Selbstlenkung und Selbstparkierfunktion) und wie ich bei Teslamag gesehen habe, Anpassungen beim Display. Da werde ich an dieser Stelle bestimmt darüber berichten.

Zudem hatte ich noch 4 Probefahrten vereinbart. Auch wenn aus verschiedenen Gründen nicht alle zu Tesla rennen und einen kaufen, beeindruckt das Fahrverhalten und das "dahingleiten" allemal.

Ach ja, und wenn man so begrüsst wird, beklagt man sich auch nicht :-)

Danke für's lesen und bis demnächst.

24 August, 2015

Tesla Joy Rides

Nachdem es sich etwas rumgesprochen hatte, dass wir einen Tesla kaufen, kamen die ersten Anfragen nach Probefahrten doch relativ schnell :-) und ich komme dem sehr gerne nach, denn auch ich freue mich auf jeden KM mit diesem Auto und ich mache mir schon Sorgen ob ich der Versicherung mit 15'000 Km im Jahr nicht zuwenig angegeben haben (solche Sorgen machen sich sehr wahrscheinlich nur Schweizer)

Die erste Probefahrt war mit meinen Eltern, mein Vater ein langjähriger Prius Fahrer war natürlich sehr gespannt auf die "nur" elektrische Weiterentwicklung. Es war nur eine relativ kurze Runde da noch ein Fisch im Steamer schmorte, aber die hat sehr gefallen, wobei die Beschleunigung für meine Mutter dann doch etwas viel war.

Meine Schwester mit ihren Kindern ist zwar nicht sehr Auto affin, aber auch ihr und den Kindern entlockte die Probefahrt mit Beschleunigung auf der Autobahn ein erfreutes Lächeln. Die Kindern wollten "nochmal" und "mehr" und fühlten sich auf einer Achterbahn. Dass das ganze mit keinem Lärm und keinen Emissionen kommt, hat auch meine Schwester schwer beeindruckt. Nicht, dass sie jetzt gleich einen kaufen geht, aber die Zukunft des Automobils ist es für sie alleweil.

Bei ehemaligen Nachbarn die wir zufälligerweise getroffen haben war es ähnlich, wobei ihr Bub den Tesla schon von weitem erkannte und auch schon ziemlich viel von dem Auto wusste. Mein Nachbar beeindruckte vor allem der verschwenderische Platz. Er war der Meinung, dass es ein "nutzloses" Spielzeug ohne Platz für die Famile war. OK mit seinem VW-Bus kann es auch der Tesla nicht aufnehmen, aber dafür punkten wir ökologisch doch um einiges mehr, von der Beschleunigung reden wir mal nicht.

Der Vater meiner Partnerin war zu Beginn nicht so überzeugt. Reichweite, Beschleunigung etc. waren seine Bedenken. Einen ersten Augenschein nahm er bereits am ersten Tag, jedoch ohne zu fahren.  Eine Woche später ergab sich eine gute Gelegenheit zur Probefahrt. Zuerst fuhr ich eine Runde und machte ihn vertraut mit den Eigenheiten. Eine Autobahn Auffahrt gab mir Gelegenheit die Beschleunigung zu demonstrieren und das immer verfügbare Drehmoment. Dies beeindruckte ihn dann doch ziemlich. Die zweite Runde ging an ihn. Selber am Steuer ist es fast noch eindrücklicher, kein Schalten, keine optimale Drehzahl. Nur der Druck auf das "Gas"Pedal genügt um den Tesla nach vorne schiessen zu lassen, absolut geräuschlos (abgesehen vom Fahrtwind) und mit einer Leichtigkeit die seinesgleichen sucht. Egal bei welcher Geschwindigkeit. Nach dieser Runde stieg er sehr beeindruckt aus und ich bezweifle, ob er sich jetzt noch einen Verbrenner anschafft :-), sorry liebe konventionelle Autoindustrie, euch bleibt nicht mehr viel Zeit zu reagieren.

16 August, 2015

Tesla und Hunde

Ein weiterer Knackpunkt bei unserer Entscheidung war, passen 1 grosser (ca. 72cm Schulterhöhe) und 1 mittelgrosser Hund (ca. 60cm Schulterhöhe) rein? Natürlich am besten hinten. Irgendwie haben wir uns nie getraut es zu testen, da wir nicht in einem brandneuen Tesla bereits Hundehaare hinterlassen wollten. Aufgrund meiner Einschätzung des Kofferraums, er ist doch ziemlich tief, sollte es eigentlich gehen. Eine Option war es auf das Model X zu warten, welches sich aber immer wieder verzögerte, die andere Option wäre gewesen einen Hund auf die Rücksitzbank zu nehmen und jeweils anzuschnallen oder eine spezielle Vorrichtung zu installieren. Beide Optionen wären Notfalls möglich, aber bestimmt nicht unsere bevorzugte Lösung. Kurz nachdem wir unser Auto bekommen haben, haben wir unsere Hunde gepackt und in den Kofferraum beordert ;-), hier ist das Resultat:

Wie man sieht passt es ganz gut :-) und wenn beide liegen sind die Platzverhältnisse nicht beengt. Was jedoch definitiv zu empfehlen ist, vor allem bei heissem Wetter, die hinteren Scheiben und die Heckklappe zu tönen, sonst staut sich hinten die Hitze. Wir konnten dort keine separaten Lüftungsschlitze ausmachen. So waren wir uns einig, wenn auch aus verschiedenen Gründen ;-). Mit der Standklimaanlage, die sehr effizient ist, kann man es sogar verantworten die Hunde für kurze Zeit im Auto zulassen.

Neugierige Blicke aus der 3. Reihe :-) auch praktisch ist, dass kein Hundegitter nötig ist. Der Zwischenraum ist zu klein um sich hindurch zu zwängen. Zumindest für unsere Hunde.

Das wärs wieder mal von der Teslafront, bald mehr über die diversen "Joy-Rides" mit Freunden und Verwandten, soviel sei verraten, der Tesla Virus verbreitet sich ziemlich schnell :-)